BGH: Wohnungseingangstüren sind gemeinschaftliches Eigentum der Wohnungseigentümergemeinschaft

Wohnungseingangstur

In einem heute veröffentlichten Urteil des Bundesgerichtshofs stellen die Richter des V. Zivilsenats klar, dass die Eingangstüren zu den Wohnungen einer WEG zwingend Gemeinschaftseigentum sind.

Und zwar selbst dann, wenn die Teilungserklärung eine anderslautende Regelung enthält. Die Wohnungseingangstüren dienen der räumlichen Abgrenzung des gemeinschaftlichen Eigentums vom Sondereigentum; erst durch sie entsteht überhaupt die nötige Abgeschlossenheit der dem Sondereigentum zugewiesenen Räume. Weil sie damit räumlich und funktional (auch) zu dem Gemeinschaftseigentum gehören, steht die gesamte Tür als einheitliche Sache im gemeinschaftlichen Eigentum.

Frage der Farbgestaltung bleibt zunächst unbeantwortet

Nicht beantwortet wurde die Frage, ob die Farbgestaltung der Innenseite der Wohnungseingangstüre im Ermessensbereich des einzelnen Wohnungseigentümers steht. Im zu Grunde liegenden Fall beschlossen die Wohnungseigentümer mehrheitlich, wie die Türen im Detail zu gestalten seien, z. B. Holz in „mahagonihell“ und ein Glasscheibeneinsatz in „drahtornamentweiß“. Dagegen klagte eine Miteigentümerin und argumentierte, die Türe stehe im Sondereigentum und somit stehe ihr zumindest die Innengestaltung zu.

Urteil vom 25. Oktober 2013 – V ZR 212/12

Martin Reichhardt

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


zwei × zwei =