Keine Handwerker-Haftung bei Schwarzarbeit

Schwarzarbeit

Wer bei der Beauftragung von Handwerkern auf die Ausstellung einer Rechnung verzichtet und bar auf die Hand bezahlt, um so mindestens die Umsatzsteuer zu sparen, hat keinen Anspruch auf Nachbesserung.

In seinem am 01.08.2013 verkündeten Urteil haben die Richter des VII. Zivilsenats des Bundesgerichtshofs die Klage einer Hausbesitzerin endgültig abgewiesen. Diese hatte zunächst einen Nachbarn beauftragt, die Hauszufahrt zu pflastern, und zwar verbunden mit der Abrede, dafür 1.800 EUR ohne Rechnung und Umsatzsteuer zu zahlen. Nachdem sich die Arbeit als mangelhaft erwies (die Pflastersteine sackten ab), verlangte sie zunächst Nachbesserung und später Schadensersatz in Höhe von 8.000 EUR, da sie diesen Betrag aufwenden musste, um einen „richtigen“ Handwerker mit der Schadensbeseitigung zu beauftragen. Weiterlesen

Bauherren aufgepasst: Gesetzliche Gewährleistungspflicht endet nach fünf Jahren

Gewährleistungsfrist

Nach fünf Jahren endet die gesetzliche Gewährleistungspflicht für Bauleistungen.

Darauf weist jetzt der Verein zur Qualitäts-Controlle am Bau e.V. (Göttingen) hin. „Dieser Zeitpunkt sollte im Kalender eines jeden Bauherren dick angekreuzt sein“, so Udo Schumacher-Ritz, Vorsitzender des VQC. „Bauherren sollten sich genau anschauen, bei welchen Leistungen die Gewährleistungspflicht endet und dementsprechend prüfen, ob die Leistung nach wie vor mängelfrei ist. Falls dies nicht der Fall ist, sollte auf jeden Fall umgehend der Handwerker kontaktiert werden und die Mängel schriftlich angezeigt werden, so dass zeitnah und noch vor Ablauf der Gewährleistungspflicht nachgebessert werden kann“. Weiterlesen